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Das Stütz- und Förderkonzept SCHÜLERCOACHING richtet sich an Schülergruppen zwischen Schule und Ausbildung. Die Chancen – insbesondere benachteiligter Schüler – auf einen Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt sollen erhöht werden.
Mit dem Ziel einer beruflichen Perspektive wird die Persönlichkeit entwickelt, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gefördert. Der Blick wird auf die Stärken der Jugendlichen in schulischen und außerschulischen Lernsituationen gelenkt, weg von den Defiziten im Kenntnisstand und der persönlichen Entwicklung (Günther Dohmen „Das informelle Lernen“).
Die Umsetzung des Stütz- und Förderkonzeptes erfolgt mit Methoden aus den Bereichen der Gestalttherapie, der Themenzentrierten Interaktion, des Kommunikations- und Konflikttrainings, der Realitätstherapie und der Theaterpädagogik.
Voraussetzung für den Erfolg des Coachings ist, dass es an konkrete Situationen der Berufsorientierung gekoppelt wird, wie zum Beispiel ein anstehendes Berufspraktikum, Mitarbeiterbefragungen in KMU, einen Auslandsaufenthalt u.ä.
SCHÜLERCOACHING in der Praxis
In einem ersten Durchgang (Schuljahr 2002/03) sind in einer Berufsvorbereitungsklasse der Gewerbeschule Werft und Hafen (G7) in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Lehrer innovative Module erarbeitet und erprobt worden.
Die Klasse des ersten Durchlaufs bestand nur aus männlichen Jugendlichen, die weitgehend aus Migrantenfamilien stammen. Typisch für alle Jugendlichen war eine Schulkarriere mit diversen Brüchen, Verhaltensauffälligkeiten und Motivationsproblemen.
Die Jugendlichen sollten im Verlauf des Coachings neue Berufe kennen lernen, ihre eigenen Stärken erfahren und sich mit ihrer Rolle im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinandersetzen.
Für jeden Schüler wurde auf Grundlage einer Selbsteinschätzung des Jugendlichen sowie der Fremdwahrnehmung von Mitschülern, Schülercoach und Lehrer ein umfassendes Profil erarbeitet.
Erfolge des SCHÜLERCOACHINGs und die Bewertung durch die Beteiligten
Die Schüler der berufsvorbereitenden Klasse und der Lehrer waren vom Konzept begeistert. Erstmals konnte den Jugendlichen das Thema Berufsorientierung nahe gebracht werden.
Im Verlauf der Projektwoche drehten sie professionell angeleitet einen Film über zwei Berufe. Eine Woche lang recherchierten und dokumentierten sie Inhalte und Anforderungen des Fachwirts für Veranstaltungstechnik und des medizinischen Bademeisters. Der Film wurde anschließend in der Lehrerkonferenz gezeigt und kann ausgeliehen werden. Die Jugendlichen waren mit ihrem Ergebnissen ausgesprochen zufrieden.
Die Schüler entwickelten ihre berufliche und schulische Identität weiter, ihre Vorstellungen über Möglichkeiten in der Arbeitswelt wurden nachhaltig erweitert. Ihre Reflexionsfähigkeit wurde geschult, sie haben eigene Stärken und Schwächen erkundet und wahrgenommen. Die Jugendlichen verstärkten im Projekt deutlich ihr selbst bestimmtes und verantwortliches Handeln.
Dem betreuenden Lehrer fiel auf, dass die Fehlzeiten der Jugendlichen während des SCHÜLERCOACHINGS geringer waren. Auch die Quote der Schulabbrecher im Vergleich zu den Vorjahren war deutlich niedriger.
Der zweite Durchgang (Schuljahr 2003/04) des SCHÜLERCOACHINGS in einer neuen Klasse wurde um interkulturelle Themenkomponente erweitert. Die Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Chilenischen Kulturkreis e.V. ermöglichte die Einbettung aller Lern-, Reflektions- und Planungssituationen in ein konkretes Handlungsfeld. In diesem lernten die Schüler zusätzlich, sich für ein Ziel - Brasilienreise - zu engagieren und dieses konkrete Projekt zu managen.
Das Schülercoaching wurde 2007 bundesweit prämiert!
Bildung muss nachhaltig sein - Deutscher Innovationspreis zur nachhaltigen Bildung wurde das erste Mal am 3. März 2007 auf der didacta in Köln verliehen.
Der dritte Preis wurde an die Hamburger Volkshochschule und an die Staatlichen Gewerbeschulen Werft und Hafen sowie Metalltechnik mit dem Projekt „Schülercoaching, ein Stützkonzept für benachteiligte Jugendliche“ verliehen.
Ausblick des Teilprojektes SCHÜLERCOACHING
Das Konzept und beispielhafte Module wurden so entwickelt und erprobt, dass auch andere Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen damit arbeiten können.
Die Hamburger Volkshochschule bietet jetzt das Konzept SCHÜLERCOACHING hamburgweit den Schulen an.
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Am 3. März 2007 wurde der 3. Deutsche Innovationspreis zur nachhaltigen Bildung an das VHS-Projekt „Schülercoaching, ein Stützkonzept für benachteiligte Jugendliche“ , an die "Staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen" und die "Staatliche Gewerbeschule Metalltechnik" aus Hamburg verliehen!
Informationsblatt, alle Module und Preise!
Kontakt Claudia Schneider Hamburger Volkshochschule
040-20942119 c.schneider@vhs-hamburg.de

Kontakt Staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen Rudi Weisshuhn (Schulleiter)
Wohlwillstrasse 46 20357 Hamburg
Tel: 428 54 - 7874 Fax: 428 54 - 7878
info@g7hh.de www.g7hh.de

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